Kinder sind das Publikum von morgen. Deshalb müssen wir mit ihnen Musik machen und sie nicht nur hören und sehen lassen. Und wenn auch die Musik von heute die Musik von morgen werden soll, müssen wir handeln. Jetzt.
Dagmar Sikorski - Präsidentin des Deutschen Musikverlegerverbandes
Wenn wir Kinder auf den Weg zum "Olymp", wenn wir sie auf den Weg zu Kunst und Kultur führen, dann öffnen wir ihnen den Zugang zu einer Welt, in der sie zu ganzen Menschen werden können: In Tanz und Rhythmus, in Ton und Klang, in Malerei und Farbe, in Sprache und Dichtung kommen Gefühl und Geist, Seele und Körper zur Einheit.
In Kunst und Kultur finden Menschen ihre Identität als einzelne und als Gesellschaft - nicht ein- für allemal, aber immer wieder und immer wieder neu. In der Kinderrechtskonvention der Vereinten Nationen steht deshalb: "Kinder haben ein Recht auf Kunst und Spiel."
Johannes Rau - Bundespräsident A.D.
Den Deutschen war das Singen abhanden gekommen. Im Dritten Reich sind wichtige Begriffe und Gemeinschaftswerte wie Heimat und Zugehörigkeit missbraucht worden. … Nach dem Krieg gab es für das schöne Singen eine Art Gefühls- oder Bauchverbot … Ich glaube, der Preis für den Missbrauch ist bezahlt. Jetzt sind wir soweit, der spontanen Lust am Singen wieder freien Lauf zu lassen. … Singen ist nicht in erster Linie eine Kulturtechnik, sondern Basis für alles musikalische Erleben. Singen ist ein Grundnahrungsmittel. Durch das Projekt "Jedem Kind seine Stimme" sollen aus jeder Klasse mindestens zwei, drei Kinder im Kinderchor einer jeden Schule sein. Und wenn die Lehrer wissen, dass mehrere Kinder aus dem Schulchor auf jeden Fall mitsingen werden, dann fällt es auch ihnen leichter, mit ihrer Klasse zu singen - auch im Matheunterricht.
Prof. Ulrich Rademacher Münster